Die Ehrenamtlichen von der „Schnelleinsatzgruppe Erstversorgung“ gehören zu den sehr gut ausgebildeten Spezialisten in den Reihen des Roten Kreuzes an Rems und Murr. Als Teil des Katastrophenschutz-Konzepts für Baden-Württemberg werden sie alarmiert, wenn es größer Zahlen an Verletzten gibt. Dabei handelt es sich nicht um Mitglieder des Rettungsdienstes, sondern um ehrenamtliche Kräfte. Was sind ihre Aufgaben und Kapazitäten?

  • Versorgungskapazität von 10 Patienten in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst
  • Schnelle Heranführung von medizinischer Ausstattung
  • Aufbau und Betrieb einer strukturierten Patientenablage
  • Unterstützung bei der Sichtung
  • Unterstützung bei der qualifizierten Erstversorgung
  • Stellung von Infrastruktur auch für Betreuungseinsätze

Die Einheiten des DRK-Sanitätsdienstes sind Teil des Katastrophenschutzdienst in Baden-Württemberg. Das Land hat sie mit Kompetenzen und Fahrzeugen ausgestattet. Sogenannte „Schnelleinsatzgruppen Erstversorgung“ wurden aufgestellt. Dabei handelt es sich um schnell einsetzbare Einsatzformation bei Massenanfällen von Verletzten und Großschadensfällen wie eine Massenkarambolage, einer Überschwemmung oder anderen Notfällen. Hierbei handelt es sich um eine taktische Einheit in Gruppenstärke von mindestens neun speziell ausgebildeten Einsatzkräften und zwei Einsatzfahrzeugen (1x Plüderhausen und 1x Urbach), die im Bedarfsfall über einen Funkmeldeempfänger alarmiert werden. Somit dient die SEG-E vorrangig der Unterstützung des Rettungsdienstes. Denn zum Einsatz kommt die SEG-E in Großschadensfällen, die die Kapazität des Rettungsdienstes übersteigen oder Rettungsdienstfahrzeuge zu lange am Einsatzort binden würden.

Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben steht der SEG-E eine umfangreiche Ausstattung an Material zur Verfügung. Hierbei ist das meiste Material auf dem sog. Gerätewagen  Sanitätsdienst verlastet, dieser wird in unserer Einheit vom DRK Urbach gestellt. Mit dieser Ausstattung ist es möglich, zehn Verletzte Personen nahe der Individualmedizin zu versorgen und transportfähig zu machen. Zusätzlich kann der Rettungsdienst mit Verbrauchsmaterial versorgt und eine Infrastruktur für weitere Einsatzkräfte an der Einsatzstelle aufgebaut werden. Für Unterbringung und Material wird vom Land eine Finanzierungspauschale an die beteiligten Ortsvereine ausbezahlt.

Vier SEG-Erstversorgung: Murrtal, Schwäbische Wald, Oberes Remstal, Unteres Remstal

Im Rems-Murr-Kreis gibt es vier Schnelleinsatzgruppen Erstversorgung mit den Standorten Waiblingen, Urbach, Alfdorf und Oppenweiler. Die Schnelleinsatzgruppe Oppenweiler hat abweichend von den anderen Einheiten ein etwas größeres Fahrzeug des Bundes und ist damit in eine der vom Bund aufgestellten Medical Task Force (MTF) eingebunden. Alle SEG-E werden im Bedarfsfall von der Integrierten Leitstelle des Landkreises alarmiert und zielgerichtet eingesetzt. Darüber hinaus ist es möglich, die Einsatzformationen als sogenannte Überlandhilfe in benachbarte Landkreise zu entsenden.

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